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Deutsch-amerikanische Wirtschaftsbeziehungen


Audio-Interview mit Fred B. Irwin
President American Chamber of Commerce in Deutschland

am 27. März 2007 zu den deutsch-amerikanischen Handelsbeziehungen, den Trends und Chancen.
(Das in Deutsch geführte Interview dauert sechs
Minuten).

Zum Abspielen des Audio-Interviews, hier
klicken!

Hier klicken, um das Interview herunter zu laden. (5.6MB)

Weiterführende Informationen zum top-aktuellen Thema finden Sie unter diesem Link.
Er führt Sie direkt auf die Website der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland und zu einem hoch interessanten Text – diesmal in Schriftform! – über die Förderung der transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen.


Möchten sie das Interview gerne in aller Ruhe lesen?

Hier der entsprechende Abdruck:

1. FedEx: Wie sehen sie das Deutsch-Amerikanische Verhältnis zurzeit? Welche Trends gibt es?
Fred B. Irwin Mehr als positiv, es ist hervorragend. Im Jahr 2003 gab es zwar eine Meinungsverschiedenheit zwischen dem Bundeskanzler und dem US-Präsidenten, dennoch waren die deutsch-amerikanischen Verhältnisse gut. Das wirtschaftliche Verhältnis war ohnehin immer hervorragend und 2007 ist es noch besser, weil das Wirtschaftswachstum in den USA und in der EU bzw. in Deutschland gestiegen ist. Also ich kann nur sagen: das deutsch-amerikanische Verhältnis ist optimal.
2. FedEx: Glauben Sie, die deutschen und amerikanischen Politiker tun genug, um den Handel zwischen den beiden Nationen voran zu treiben?
Fred B. Irwin Man kann nie genug tun. Firmen wie FedEx haben bestimmte Ziele. Sie denken in erster Linie an ihren wirtschaftlichen Erfolg und nicht an die politischen Beziehungen zwischen zwei Ländern.
Aber die Politik schafft natürlich die Rahmenbedingungen. Diese sind allerdings sowohl in den USA als auch in Deutschland verbesserungswürdig. In letzter Zeit hat die Politik mit der Open-Skies-Policy einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Viele Leute haben nie und nimmer gedacht, dass das Open-Skies-Abkommen zwischen der EU und den USA zustande kommt. Aber es hat funktioniert, und das wird für Firmen und Konsumenten eine enorme Verbesserung bedeuten.
3. FedEx: Thema transatlantische Frachtwege: Da gibt es natürlich die See- und die Luftfracht. Sehen Sie da Trends bei der Entwicklung, welche an Bedeutung gewinnen oder verlieren?
Fred B. Irwin Im Zuge der Globalisierung kann ich mir gut vorstellen, dass es eine Steigerung sowohl in der Seefahrt als auch bei der Luftfracht geben wird. Firmen denken im Gegensatz zu Politikern global. Firmen die in Deutschland ansässig sind, sourcen heutzutage oft nach Indien oder China aus. Auch dadurch wird das Frachtaufkommen weiterhin steigen. Ein Beispiel: Eine neue Statistik von Porsche zeigt, dass nur elf Prozent der Teile in Deutschland hergestellt werden. Der Rest kommt aus dem Ausland und wird dann hier in Deutschland montiert. Das wird die Zukunft der meisten global agierenden Firmen sein.
4. FedEx: Wie werden sich die deutsch-amerikanischen Wirtschaftsbeziehungen in den nächsten fünf Jahren entwickeln? Welche Trends sehen Sie? Was ist Ihre Prognose?
Fred B. Irwin Ich bin sehr, sehr optimistisch, sowohl was die politischen als auch was die wirtschaftlichen Beziehungen angeht. Die nächsten fünf Jahre werden wir einen neuen US-Präsidenten oder eine neue US-Präsidentin haben. Und der Nachfolger von Präsident Bush wird sicherlich viel mehr mit Amerikas Alliierten zusammen arbeiten als das in der Vergangenheit der Fall war.Die Wirtschaft ist mehr oder weniger unabhängig von der Politik. In den letzten zehn Jahren sind die wirtschaftlichen Investitionen gestiegen. Allein in den letzten sechs Jahren haben amerikanische Private Equity Firmen über 100 Milliarden Euro in Deutschland investiert. Dieser Trend geht weiter. Ich kann mir gut vorstellen, dass amerikanische Private Equity Firmen die eine oder andere DAX-30 Firma kaufen. Hedge Fonds sind ein sehr großes Thema in den USA und in Deutschland. Kapital ist kein Problem, das kann heutzutage sehr einfach fließen.Was uns oft fehlt sind innovative, mutige Ideen. Ich glaube auch, dass wir in Deutschland eine größere Risikobereitschaft sehen werden. Denn nur wer riskiert, kann im Endeffekt auch gewinnen.Ich sehe enorm positiv in diese Zukunft.